Der Weg in die Zucht


Der Weg

Bei der folgenden Beschreibung, gehe ich von einem Hund aus, der für die Zucht vielversprechend erscheint.

Der Weg eines Hundes in die Zucht beginnt idealerweise mit Besuchen und Anmeldungen auf Ausstellungen, bevor er 15 Monate alt ist (In diesem Alter wird der Hund entweder in der Welpen- oder Jugenklasse gemeldet). So kann er erste Ausstellungsluft schnuppern, um sich daran zu gewöhnen. Zudem sollte man das ruhige stehen auf dem Boden und dem Tisch üben, damit der Richter den Hund begutachten kann. An der dünnen Ausstellungsleine sollte der Hund schwungvoll und aufmerksam an der linken Seite des Hundführers gehen können.
Erst ab dem Alter von 15 Monaten darf der zukünftige DSG-Zuchthund untersucht werden (HD, Patella, DNA) und auf Ausstellungen, die beiden notwendigen Bewertungen anstreben (sehr gut oder vorzüglich). Der nächste Schritt ist die Zuchtzulassungsprüfung. Ein Element dieser Prüfung ist ein Wesenstest. Dabei wird der Hund verschiedenen Situationen ausgesetzt, wie z.B. gehen an der lockeren Leine durch eine Gruppe Menschen, Begegnung mit einem anderen Hund, Berührung des Körpers durch den Prüfer, anbinden und ein paar Meter vom Hund entfernen. Der Hund sollte weder übermäßig ängstlich noch übermäßig agressiv in diesen Situationen reagieren.
Danach wird der Phänotyp beurteilt. Dabei begutachtet ein anderer Prüfer noch einmal den Hund mit dem Aspekt auf die rassetypischen Merkmale des Hundes. Insgesamt wird also geschaut, ob das Tier dem Rassestandard in Verhalten, Wesen und Aussehen entspricht.Für mich selbst gibt es auch etliche Schritte, die ich absolvieren muss, bis ich Züchterin unter dem VDH bin: ich kaufe eine Hündin, von der ich hoffe, dass sie zuchttauglich ist. Ich bringe sie für die vorgeschriebenen Untersuchungen zum Tierarzt. Ich fahre auf Ausstellungen für die Bewertungen und zur Zuchtzulassungsprüfung. Ich muss beim FCI einen Namen für meinen Zwinger beantragen und genehmigen lassen. Ich muss ein Züchterseminar des VDH besuchen (weitere Seminare, auch Webinare, sollten zur Weiterbildung folgen) und ein Zuchtwart begutachtet mein zu Hause und entscheidet, ob es zur Hundezucht geeignet ist. Da die Ausstellungen oft weit weg von daheim sind, muss ich Übernachtungen mit einplanen. Jede Genehmigung und Amtshandlung des VDH kostet Gebühren. Die Tierarztkosten müssen miteinberechnet werden. So vergeht viel Zeit und fließt viel Geld aus meinem Geldbeutel, bis der Hund in die Zucht gehen kann.